Ei guude oder Mei Knoche, mei Knoche!
14. September 2011, 11:33 von
Also auf in die Heimat: Das Gepäck in das schnelle Auto geladen, und schnell den mit neuer Musik geladenen i-pod auf's Ohr. Wie schön es ist, mit der spontan gewählten Platte des Monats durch die nordwestdeutsche Tiefebene zu düsen, aber wie so oft, ist das Beste nur von kurzer Dauer. Im Match Autoradio gegen Kopfhörer steht es sehr bald 1:0 für Bon Jovi. Glücklicherweise stellte der Fahrer bald um auf ein Hörspiel „Erheiterndes aus dem Cockpit“, was uns tatsächlich sehr erheitert. Allerdings müssen wir in nächster Zeit auch keine Langstreckenflüge bewältigen…
In Frankfurt angekommen scouten wir mögliche Auftrittsorte und sind am nächsten Tag extrem gut vorbereitet. Aber Frankfurt ist es nicht. Trotz langer Schlange am Römer, die uns zunächst Mut macht, gegen den vorhandenen Baulärm anzutreten, weil unser Publikum zur Abwechslung schon vor uns da ist, ist das Ganze wenig erfolgreich. Zwar werden die Damen Meier allenthalben nett empfangen und freundlich angesprochen, es hagelt Komplimente über die schönen Outfits, aber die Performance auf dem Römer ist eine eher traurige Episode. Die Frankfurter nehmen das mit der Schlange sehr ernst. Kein Schritt links, keiner rechts. Zumindest die Hälse werden in unsere Richtung gestreckt – bis die indische Hochzeitsgesellschaft aus dem Standesamt kommt und sehr, sehr viel Krach macht.
Man steht übrigens in der Schlange, um für einen guten Zweck Designer-Ware für günstige Preise zu erwerben. Wir sehen uns das später an und ich muss sagen, dass Berliner eine andere Definition von „günstig“ haben. Möglicherweise habe ich auch eine andere Einstellung zu „Designer Ware“. Vielleicht geht es aber ohnehin viel mehr um den Ursprung der Sachen, denn uns wird stolz berichtet, dass „sogar Adelige ihre Sachen bringen“. Für mich bleibt die lustige Kappe, die ich vor Nennung des Preises, neben der Idee, in Frankfurt eine "Batschkapp" zu erstehen, sehr hübsch finde, trotzdem ein alter Hut! Ganz egal, auf welchem Kopf er vorher gesessen hat…
Dass ich mitten im Auftrittsbericht schon ins aufregende Freizeitprogramm abdrifte, liegt vielleicht daran, dass es zu den Auftritten nicht mehr viel zu sagen gibt. Die Odyssee durch Sachsenhausen, auf den eisernen Stieg, um den Dom und am Main entlang, wo sich nirgendwo ein gutes Plätzchen auftut, kann ebenso vernachlässigt werden wie die durch Unterzuckerung und Frustration kurzzeitig auftauchende schlechte Laune.
Falls irgendjemand Erfahrungen mit Straßentheater in Frankfurt gesammelt hat: Für das nächste Mal sind wir dankbar für Tipps! Und hier gibt es auch noch einen von uns: Spielorte in deren unmittelbarer Nachbarschaft Museen abgerissen oder indische Hochzeiten gefeiert werden, taugen nichts, sofern das Programm Text oder Musik enthält. (Mit deutschen Hochzeiten haben wir übrigens gute Erfahrungen gemacht. Also in Sachen Straßenkunst!)
Fazit Meiers in Frankfurt: Der Äbbelwoi ist vorzüglich, wenngleich er auch nicht mit dem schottischen Whiskey in Bremen mithalten kann. Auch nicht mit dem bereits erwähnten Wodka in Hamburg. Sonne und Laune des potentiellen Publikums, sowie dessen grundsätzliche Bereitschaft zum Zuschauen sind an sich prima, vor allem nachdem sich Erleichterung darüber breit macht, dass wir Theater spielen und nicht aus einer Irrenanstalt ausgebrochen sind. (Das finden wir übrigens sehr interessant und grüblen seither über mögliche Rückschlüsse auf die Frankfurter Mentalität.)
Vielleicht haben unsere Schwierigkeiten auch einfach damit zu tun, dass wir am Ende unserer Reise angekommen sind und wirklich (wirklich!!) fertig sind.
Und wir haben uns jetzt eine Pause verdient! Bis zum Wochenende, wenn wir uns zum Lingener Theo ins Emsland aufmachen…
Über Hamburg zu den Bremer Stadtmusikanten
04. September 2011, 23:06 von
Nachdem wir wiederholt in der Flensburger Fußgängerzone gespielt und die zuschauenden Flensburger (und dazugehörige Besucher der Stadt) zum Teil tapfer dem Nieselregen getrotzt haben, machten wir uns gen Bremen auf. Nicht ohne Zwischenstopp in Hamburg, der dann allerdings spontan zum spielfreien Tag mit Besuchen (inklusive exklusiver Ex-Freund-Besichtigungen) erklärt wurde. Lecker in Hamburg gegessen und auch der Wodka dort war nicht zu verachten. Wir widerstanden schweren Herzens der Versuchung, davon gleich noch mehr zu probieren (zumal es erst knapp nach 4 Uhr nachmittags war) und stiegen wie geplant in den Zug nach Bremen.
Nun Bremen: Endlich wieder Sonne, endlich wieder besser gelaunte Leute! Dazwischen Rucksackschleppen und Hackenporsche-Rangieren, Wiedersehen-über-Wiedersehen, Spielen auf der Straße, unterzuckert-sein, Reisepläne, neue Whiskeysorten kennenlernen, Baby-von-Freundin-angucken, Pommes…
Und – Fotos beweisen es – die Meiers haben nach erfolgreichen Shows in der Bremer Innenstadt auch die Bremer Stadtmusikanten besucht. Der Schulz sollte eigentlich ganz oben auf dem Bild stehen, war aber wieder zu faul für akrobatische Übungen.
Morgen geht es weiter nach Hessen, also in die Heimat der Meiers. Vielleicht gibt es gar einen Betriebsausflug nach Neu-Isenburg, wer weiß…
Tourstart – erste News
28. August 2011, 22:14 von
So. Nachdem wir in der letzten Woche in Sachen Autoauftreiben für unsere Tour nach Süddeutschland noch mal alles gegeben haben (s.o.), sind wir jetzt froh und glücklich angekommen – in Schleswig Holstein. Und zwar mit dem Zug. Nach einem sehr netten Aufenthalt in Flensburg bei Gunnar, wo wir seinem unbestechlichen Angebot, sein Auto zu leihen, aber nicht zu fahren, nachgekommen sind und schon erste Erfahrungen mit der norddeutschen Ausgelassenheit gesammelt haben, sind wir heute nach Amrum gefahren. Mit Bus, Bahn, Fähre und Fahrrad – und mit unserem gesammelten Gepäck: Zwei großen Rucksäcken, einem Koffer mit angehängten Regenschirmen, einem kleinen Rucksack, zwei Bauch- bzw. Handtaschen und unserem allzeit praktischen Hackenporsche. Und wer, so wie wir, bisher dachte, mit solchem Gepäck könne man kein Fahrrad fahren, der sei hier eines besseren belehrt. Mit der freundlichen Unterstützung von Marc, the Local Fahrrad-Dealer, haben wir alle Utensilien in einen ehemaligen Kinderanhänger gepackt und sind im Nullkommanix in unsere heimelige Herberge geradelt. Die sich hinter uns herziehende Autoschlange, die an unserem vollbeladenen Anhänger nur an einer wirklich übersichtlichen Stelle vorbeizischen konnte, hat das sicher nicht ganz so sehr erfreut wie uns. Dafür aber Marc, the Local Fahrrad-Dealer, der scheinbar ganz glücklich war über diese kleine unerwartete Herausforderung.
Amrum hat neben seinen schönen Radwanderwegen aber noch eine ganze Menge anderes zu bieten. An erster Stelle seien hier die kulinarischen Besonderheiten erwähnt. Freunde der einfachen Küche und des noch einfacheren Humors sei die Imbissstube Kaptitän Bley am Fährhafen von Wittdün empfohlen. Dort kann man sich nicht nur mit unglaublich fettigen, salzlosen Pommes in zeitgemäßen Styroporschachteln verköstigen lassen, sondern bekommt noch dazu noch einige aufschlussreiche Informationen zum Inselleben – frisch vom „Stammtisch“ – gratis dazu. Wir gehen davon aus, dass das Privileg der Mitgliedschaft am Stammtisch nur über das Geburtsrecht zuteil wird und haben uns auf's Zuhören und -schauen beschränkt. Aber auch durch unsere indirekte Teilnahme sind wir jetzt gut über die Küchenausstattung der hiesigen Gastwirte informiert und haben einige sinnvolle Vokabeln gelernt. Ob und wie wir unser neues Wissen anbringen, haben wir noch nicht geklärt, aber das Wort„Kümmeltürke“ lässt sich sicher mal sinnvoll anbringen.
Nach einem kurzen Auftrittsort-Scouting, das wegen anhaltender Regenschauer hauptsächlich in einem Bushäuschen stattgefunden hat (Bilder, werden nachgereicht, falls wir jemals dahinter kommen, wie zur Hölle das bei Theaterblogs funktioniert!), sitzen wir nun in unserem kleinen Zimmer mit großem Schrank. Und während ich hier die harte Büroarbeit erledige, machen Susi und Schulz Beautyprogramm. Schulz macht Schönheitsschlaf im Schrank (der hat mal wieder das größte Zimmer!) und Susi liegt mit Handcreme, Lesestoff und Bierflasche auf ihrer Seite des Doppelbettes. Das flenst!
[So eine Unverschämtheit! Ich lese Hesse! Das ist ein literarischer Themenabend! Und dann wird man, so man der Kollegin seinen Computer ausgehändigt hat, damit sie dem unterhaltsamen Texte-Schreiben nachgehen kann, mit derart häßlichem angilzistischem Vokabular wie Beautyprogramm beschimpft! Frechheit! Anm. Schmitt]
Autosuche vor der Abfahrt
28. August 2011, 22:12 von
Wir hatten bereits herumgefragt bei den wenigen uns bekannten Autobesitzer/innen, wer uns ein Fahrzeug leihen könnte.
Nach einigen Absagen kam die letzte, vorerst jegliche Hoffnung zerstörende Nachricht:
Re: automobiles leben
meine lieben susannes,
bad news on the doorstep. ich sah heute mein auto von unten. in der werkstatt auf der bühne, ganz erhaben oder erhoben.
was ich sah, sah nicht so gut aus, genaugenommen recht kaputt. noch genauergenommen der auspuffendtopf in kaputt.
der neue ist bestellt und wird morgen gegen den alten ausgetauscht.
interessanterweise scheint der alte nicht mehr soviel wert zu sein, weswegen ich noch zuzahlung leisten muss.
na gut. darüberhinaus sah ich halb-blanke reifen vorne und diversen rost,
der zu erwarten war, allerdings nicht auf den bremsbelägen. insgesamt wird das also ein größeres kostspieligeres projekt,
welches ich nicht in der werkstatt sondern lieber bei gelegenheit beim hartmut machen lassen möchte.
guten gewissens jemanden drei wochen mit dem wagen durch europa tourneen lassen kann ich allerdings leider nicht.
auch wenn der auspuff wieder geht. also ihr dürft gerne den wagen leihen, aber nicht damit fahren.
ihr könntet also hier in flensburg am strand urlaub machen,
oder halt hier das basiscamp aufschlagen und zu den auftritten dann mit dem fahrrad oder den öffis fahren.
falls euch damit geholfen ist. letzte möglichkeit, ich frage mal meine neue mitbewohnerin,
die letztens was von vwbus gesagt hat und braucht sie gerade nicht,
weil sie eh gerade nicht fahren kann und so. aber das ist eher wohl ein strohhalm.
keine hoffnung machen am besten. soweit von mir.
gute nachrichten: sonne wieder zurück (oder ists die abschiedstournee?)
liebe grueße gunnar
Ein breit gefächerter Aufruf von Seiten Schmitts an die Welt folgte:
Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe (zukünftige) Meier, Meier, Schulz-Fans,
liebe Kollegen und Kolleginnen,
liebe Autobesitzer/innen,
wie Ihr bereits vielleicht wisst, möchten Meier, Meier, Schulz, die beiden sympathischen Figuren mit Goldfischanhang, dieses Jahr wieder auf Straßentheatertour gehen. Und das schon sehr bald. Und wieder mangelt es an einem Auto. Daher die Frage:
Hat jemand ein Auto, das er/sie für den Zeitraum vom 19./20. August – 11. September ausleihen könnte?
Wir möchten damit vor allem in Süddeutschland (Allgäu, Freiburg etc.) touren, es ist also durchaus möglich, dass wir es uns von irgendwo abholen. Wir haben letztes Jahr bereits eine Tour gemacht und das dafür geliehene Auto wohl behandelt wieder den Besitzern zurückgegeben. Überhaupt gehen wir mit Fahrzeugen sehr umsichtig um!!!!
Falls Ihr ein Auto habt/kennt, das für einen Teil der Zeit ausleihbar wäre, bitte auch unbedingt eine Rückmeldung an uns!! Es wäre toll, wenn man auch in dem Auto schlafen kann, das ist aber überhaupt nicht Voraussetzung, da wir uns bei Freund/innen einnisten und zelten möchten.
Liebe Grüße aus dem regnerischen England, von wo aus sich (inmitten in Workshop-Prozessen) wirklich toll planen lässt… Dafür gibt's einen Blick auf's wilde Meer!
Mögen Eure Wege ebenfalls schön sein und Eure persönliche Reise gelingen,
Susi
Darauf folgten diverse sehr freundliche und uns zugewandte Antworten:
Hallo Susanne, Habe leider kein Auto, dafür schöne Grüsse. Bertram
n auto hab ich nicht, aber ich würd mitfahren und in ein paar städtchen
straßenmusik machen - sprit und spirit teilen?
und in barcelona - falls es soweit kommt raushüpfen und
urlaubn urlaubn mit fähre nach ibiza... [...]
looooooove anir
Einige weitere Mails mit lieben Grüßen und Glückwünschen, aber ohne Autoangebot später….
hm,
lukas besuch vom duo desolato hat einen bus... du findest ihn auf der duo-homepage.
liebe grüsse,
selina
Am 18. August 2011 23:35 schrieb Susanne Schmitt <kontakt@schmitttheater.de>:
Werte Duo Desolato-Kollegen,
wir sind's, Eure sympathischen Kolleginnen aus dem THM, die Ihr eine zeitlang täglich dort beim Proben getroffen habt. Was macht Ihr gerade so im sog. Sommer/Spätsommer?
Wir wollten ja auf Straßentheater-Tour gehen nach Süddeutschland mit unserem Duo "Meier, Meier, Schulz" (=zwei alte Damen mit Goldfisch; www.meiermeierschulz.de) . Jetzt ist die Situation so, dass wir kein Auto haben. Start der Tour war heute, spätestens überübermorgen. Das mit dem Fahrzeug ist also fast ein wenig zu kurzfristig organisiert. Also, falls Ihr gerade unterwegs seid irgendwo im deutschsprachigen Raum, könnten wir uns vielleicht einfach anschließen (hattet Ihr nicht einen Bus!?). Falls Ihr noch in Berlin seid und bald loswollt, ebenfalls. Ansonsten könnten wir Euch anbieten, dass Ihr bei unserem Wochenendticket am Samstag oder Sonntag mit nach Flensburg fahren könnt. Das ist nicht ganz im Süden Deutschlands, aber wie Ihr seht, sind wir da recht flexibel und sehen das nicht so eng.
Jetzt fragt Ihr Euch vielleicht, warum in aller Welt Ihr mit zwei alten Damen und einem Goldfisch gemeinsam reisen solltet. Falls Ihr eine Antwort darauf findet, schreibt uns doch gerne eine Mail. Sonst gerne auch.
Sollten wir uns trotz aller genannten Optionen diesen Sommer verpassen, wünschen wir Euch eine gute Zeit!
Liebe Grüße,
die Susannes alias die Meiers
Die Antwort war freundlich-kollegial, aber auch nicht lösungsorientiert bezüglich unseres Problems:
Re: Virtuelles Seniorentrampen
hi ihr zwei,
wir spielen die nächsten drei wochen in stuttgart und wohnen selbst im bus, sind somit nicht auf tour! tja…
euch beiden aber viel glück und bis bald im thm oder irgendwo da draussen
le duo desolato
lukas und merlin
Und jährlich grüßt das Autodesaster…
05. August 2011, 10:28 von
Die Meiers hatten wunderbare Auftritte im schönen Haslach im Kinzigtal (im Schwarzwald). Bildmaterial von den beiden und dem Schulz vor der Schwarzwaldmetzgerei gibt es leider nicht. Zumindest eine der Protagonistinnen ist auch seit ca. 25 Jahren mehr oder weniger strenge Vegetarierin, die andere war es auch etliche Jahre, ein passenderer Spielort hätte kaum gefunden werden können. Die Verköstigung, die Umsorgung im allgemeinen war dort aber ganz einwandfrei organisiert und sowohl die Meiers als auch die beiden Schauspielerinnen sind immernoch ganz angetan von der Freundlichkeit und Offenheit der Haslacher. Ganz besonders hatten wir die beiden Techniker/innen ins Herz geschlossen. Eigentlich haben wird da bisher nur nette Leute erlebt, aber Angelika und Sören in Haslach haben alles an Hilfbereitschaft und Lockerheit in einem getoppt, was wir kannten!
Die Becker und die Schmitt sind wieder gut in Berlin gelandet. Ach ja, Schulz auch, ist klar. Jetzt springt die Schmitt hektisch in ihrer Wohnung hin und her, denn sie fährt vom regnerischen Berlin ins schöne England (die Regensachen hat sie schon im Rucksack), wo sie narrenmäßig einen zehntägigen Workshop belegen wird. Und kaum hat sie im großbritanischen Reich nach vollendeter Aufführung die Narrenkappe abgenommen, kann sie umpacken, um mit den Meiers auf Tour zu gehen. Auch Frau Becker wird bis dahin noch ein bisschen unterwegs sein.
Und dann geht es los. Und wie! Ja, gute Frage: und wie? Denn die beiden haben – und hier hat es den Anschein eines Deja Vu – auch dieses Jahr kein Fahrzeug hierfür!
Um das Ganze auch nur halbwegs entspannt anzugehen (und „entspannt“ reisen heißt bei den beiden ohnehin schon innerhalb von eineinhalb Tagen umpacken und wieder losziehen – da haben auch einige Mitmenschen einen etwas andersartig definierten Entspannungsbegriff), wäre es gut, wenn das noch vor Abflug der Schmitt geklärt wäre. Also bis morgen um 6 Uhr früh. Da muss man jetzt einkalkulieren, dass man viele Leute, so auch die letzten Autobesitzer, die wir noch aus vergilbten Adressbüchern (oder wahlweise hinterletzten Reihen von Facebook- oder gar Myspace-Freundschaftslisten) heraussuchen könnten, nachts nicht so gut anrufen kann. Vor allem nicht, wenn man was von ihnen will. Z.B. ihr Auto für gut drei Wochen leihen…
Es gibt also heute, ja heute (!) noch ganz schön was zu tun. Gut, dass die beiden bereits vormittags am Computer sitzen und Meier'sche Verwaltungsdinge der unterschiedlichen Art regeln. Und sich dazwischen per Mail über den aktuellen Stand aufklären. Obwohl Gerüchte herumgehen, dass die Schmitt erstmal zum Kaffeetrinken auf dem türkischen Markt am Maybachufer verabredet ist. Unter anderem mit einem, der sein Auto in der Zeit schon an jemand anderen verliehen hat (also ein sehr ineffizientes Treffen im meier'schen Sinne). Naja, ist ja noch später viel Zeit für alles andere…
Die Meiers in Berlin: Scheinbar
27. Juli 2011, 00:37 von
Wer nun alles, aber auch wirklich alles verpasst hat, was die Meiers auf die Seniorentanztrainierten Beine gestellt haben oder wer Fan ist und sie wieder und immer wieder sehen möchte, hat diese Woche gleich zweimal die Chance, sie in Berlin zu sehen. Sie zeigen einen Ausschnitt aus dem altuellen Programm an der Open Stage in der Scheinbar in Berlin (Schöneberg, Monumentenstr.)
am Mittwoch, den 27.07. um 21 Uhr
und am Donnerstag, den 28.07. um 21 Uhr;
Wollen wir hoffen, dass der Schulz bis dahin wieder auftaucht und die Meiers die Finger vom Kirschwasser lassen.
Wer am Wochenende gerne in den Schwarzwald reisen möchte und doch nicht auf die Meiers verzichten möchte, kann sie am 31.07. beim Straßenkunstfestival in Haslach im Kinzital besuchen. Sie werden dort die Outdoor-Bühnen unsicher machen.
Die Meiers in Brandenburg: Alt Tucheband
27. Juli 2011, 00:34 von
In letzter Zeit war wieder einiges los. Von Sommerloch keine Spur. Die Meiers waren im Juli zu einer Probenwoche auf's Land gefahren. Ins schöne Brandenburg, genauer gesagt Märkisch-Oderland oder noch genauer: Alt Tucheband.
Mit Unterstützung der großartigen Cornelia Hergenröther, die den Blick von außen übernahm, arbeiteten sie Tag und Nacht (zum Teil ist das keine richtige Übertreibung) an dem neuen Stück. Das war sehr gut und tiefgehend und tragisch- komisch und tat dem Stück und allen Beteiligten sehr gut.
Untergebracht waren allesamt im alten Pfarrhaus Alt Tuchebands und genossen den Aufenthalt, das Sein und Tun im schönen Haus und im riesigen wunderschönen Garten und die Gastfreundschaft der vielleicht großherzigsten Person des gesamten Märkisch-Oderlandes sehr.
Die Proben wurden mit einer sehr schönen Aufführung im Kirchsaal in Alt Tucheband beendet. Die Zuschauer haben die Aufführung ebenso genossen wie die Spielerinnen (Schulz hat sich noch gar nicht geäußert, wo steckt der überhaupt!?). Es wurde weder mit Andächtigkeit beim Singen weltlicher Choräle im akustisch wunderbaren Kirchsaal noch mit Schmissigkeit bei Lieselotte Meiers extravaganten Volksmusik-Arrangements gegeizt. Von Irmgard Meiers Striptease hinter der ortsansässigen Kanzel wollen wir an dieser Stelle lieber ganz schweigen (ebenso wie zu der Vergangenheit der Darstellerin, die aufgrund ihres Schicksals als Pfarrerstochter eine besondere Beziehung zu dieser Stelle im Stück haben mag…).
Zwei Damen und ein Goldfisch im Rheingau: Rheingau Musik Festival
27. Juli 2011, 00:32 von
Die Meiers waren recht nah an den heimatlichen Gefilden tätig: Beim Rheingau Musik Festival sind sie Anfang Juli auf Schloss Johannisberg umher gelaufen und haben sich selbst und alle Gäste recht angeregt unterhalten. Auch mit dem Vorführen von Gesangsdarbietungen waren sie nicht gerade zimperlich. Der Schulz wurde meist bevorzugt behandelt, das hielt die beiden Damen jedoch keineswegs davon ab, sich bestens zu amüsieren. Später gab's dann Musik und Feuerwerk, beides beeindruckte die beiden Schägerinnen nicht schlecht. Zum Glück hatte niemand so richtig bemerkt, dass die beiden sich eingeschlichen hatten, da Lieselotte die Karten nicht mitgenommen hatte. Irmgard auch nicht. Und jeweils fanden beide, die andere sei dafür eindeutig zuständig gewesen…
Freitag: Die Meiers beim Widersprüchlichen Abend im Rauchhaus
21. Juni 2011, 15:58 von
Da haben sie gerade die Richtigen gefragt! Denn wenn einer bzw. zwei was vom Widersprechen verstehen, dann ja wohl die beiden hessischen Schwägerinnen Irmgard und Lieselotte Meier.
Und da sie gerade in Berlin verweilen und neben touristischen Aktivitäten mit ihrem Goldfisch gerne mal ein Ständchen zum Besten geben – so geschehen am vergangenen Sonntag am Arkonapltz-Flohmarkt, wo das Laufpublikum überrascht und angetan war von den zwei Damen und – jaaaa! natürlich besonders von Schulz, obwohl er wieder nichts beigetragen hat – werden sie nun am Freitag, 24., im Bethanien spielen:
Widersprüchlicher Abend im Rauchhaus (Bethanien, Mariannenstr., Berlin), ab 20 Uhr
Motto: Brot und Spiele (Das Publikum darf gerne passend kostümiert erscheinen)
Die Meiers und der Schulz werden vermutlich ihr normales Bühnenoutfit bevorzugen…
Erfolgreiche Premiere im Theaterhaus Mitte, Berlin
21. Juni 2011, 15:43 von
Da haben sie Premiere gefeiert, die Meiers, und danach gleich nochmal ihr Abendprogramm „Zwei Damen und ein Goldfisch“ gespielt. Und das vor einem begeisterten Publikum. Die vielen positiven Rückmeldungen haben die Meiers und auch die Schmitt und die Becker sehr gefreut. Ob der Schulz überhaupt zugehört hat, bleibt fraglich.
Auf jeden Fall haben die Meiers und der Schulz das Ereignis im Anschluss angemessen mit Kirschwasser begossen. Und das locker weggesteckt, denn schließlich schwimmen sie immer oben. Bzw. der Schulz eher unten (obwohl er selten tatsächlich beim Schwimmen gesehen wurde, außer von Lieselotte Meier. Die Glaubwürdigkeit dieser Beobachtung wird – zumindest von ihrer Schwägerin Irmgard – allerdings angezweifelt).
Jetzt wird weiter gearbeitet. Es folgen Straßentheaterauftritte und Walk Acts, unter anderem beim Rheingau Musik Festival (http://www.rheingau-musik-festival.de/).
Da wird sie auch kein noch so mieses Sommerwetter abhalten können, denn wenn sich zwei alte Damen mal was in den Kopf gesetzt haben, dann kann man sich warm anziehen – und am besten auch gleich einen Schirm mitnehmen. Und der Schulz ist zum Glück auch nicht wasserscheu….